Bessere Zielerarbeitung durch Stellenbeschreibung
Noch immer gibt es Unternehmen, die nicht für jede ihrer angebotenen Positionen Stellenbeschreibungen vorweisen können. Doch genau diese sind für den Arbeitnehmer der jeweiligen Position besonders wichtig. Durch eine genaue Stellenbeschreibung der einzelnen Position können Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam eine Zielvereinbarung bezüglich der Aufgaben und Projekte des gesamten Bereichs bzw. der ganzen Abteilung abstimmen.
Das ist wichtig für jeden einzelnen Mitarbeiter, denn dadurch kann er den Zusammenhang zwischen seinen Aufgaben und den Unternehmenszielen sowie Funktionen und Wert der eigenen Arbeit besser einordnen. Zudem bringen erreichte Ziele des jeweiligen Mitarbeiters Erfolgserlebnisse seinerseits mit sich, was zu mehr Motivation bei der Arbeit führt.
Andersrum gesehen zeigen nur teilweise erreichte Ziele auf, wo noch Veränderungen wie Weiterbildung, Unterstützung des Teams etc. nötig sind. Die Stellenbeschreibung ist die Aufbauorganisation jeden Unternehmens, regelt wer wem über- oder untergeordnet ist und wer im Krankheitsfall die Stellvertretung übernimmt.
Sinnvolle Gründe für eine Arbeitsplatzbeschreibung sind:
1. Die Unternehmensstruktur wird durch die exakte Beschreibung der Aufgaben des einzelnen Arbeitsplatzes durchschaubar.
2. Die Aufgaben, Befugnisse und der Verantwortungsbereich sind für den Arbeitnehmer klar definiert.
3. Sie schafft Erleichterung bei der Personalplanung, sowie bei der Anwerbung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter.
4. Sie schafft durch die einfachere Beurteilung der Mitarbeiterleistungen die Grundlage für die Lohn- und Gehaltsstruktur und eine leistungsgerechte Beurteilung bzw. Bezahlung.
Will der Arbeitnehmer selbst eine Stellenbeschreibung für seinen Arbeitsplatz erstellen und sie hinterher dem Vorgesetzten als Vorschlag präsentieren, geht er am besten in drei Phasen vor:
1. Phase – Ist-Aufnahme der Aufgaben
In dieser Phase sollten alle wiederkehrenden Aufgaben aufgeführt werden. Sinnvoll ist eine Liste, in die man alle in einem Monat (auch ein anderer Zeitraum ist möglich) anfallenden Tätigkeiten einträgt.
2. Phase – Analyse der Aufgaben
Eine Analyse der eigenen Aufgaben ist wichtig, um festzustellen welche Tätigkeiten erledigt werden müssen, um das Ziel der Arbeitsstelle zu erreichen. Dadurch kann man seine Aufgabenbereiche besser strukturieren, indem man ihnen die passenden Tätigkeiten zuordnet. Das verschafft einen überblick und erleichtert das Abarbeiten einzelner Aufgaben.
3. Phase – Die Stellenbeschreibung erarbeiten
Die Grundstruktur einer Stellenbeschreibung ist immer die Gleiche und muss Angaben zum Stelleninhaber (Name, Berufsbezeichnung etc.), zur Stellenbezeichnung (die im Unternehmen für die Position üblich ist), zur Stelleneinordnung (beteiligte Mitarbeiter und Zugehörigkeit zu einer Abteilung), zu Stellenzielen, zu Stellenaufgaben (Auflistung der immer wiederkehrenden Arbeiten), zu Stellenbefugnissen (alle der Stelle zugewiesenen Kompetenzen) und Anforderungen (Ausbildung, Kenntnisse etc.).
Durch die Stellenbeschreibung ist die Verantwortung jeden einzelnen Mitarbeiters festgelegt und kann somit hinterher nicht für etwas verantwortlich gemacht werden, was nicht in seinen definierten Bereich fällt.
Und nicht zu vergessen ist, dass bei jeglicher Art von Weiterentwicklung wie Fortbildung etc. des jeweiligen Mitarbeiters, dessen Stellenbeschreibung angepasst werden muss und sein Aufgabengebiet je nach Weiterentwicklung wachsen kann.
Weitere Informationen: Geldsegen auf Bestellung und Geheimnisse des Geldmachens
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